Im Dialog

Wie kannst du dich gut auf Gesprächssituationen zu zweit vorbereiten, ob Bewerbungsgespräch, Mitarbeiter*innengespräch oder Kritikgespräch?

Du kannst entweder direkt nach unten scrollen und dir die zehn Schritte für eine gute Gesprächsführung anschauen oder vorher noch einmal schnell checken, ob dir diese Kompetenzen noch bewusst sind:

  1. Kommunikationsfallen meiden
  2. Prozesstufen beachten
  3. Rahmenbedigungen wählen

Wenn du die Kommunikationsfallen meidest, Prozessstufen beachtest und die passenden Rahmenbedigungen gewählt hast, kannst du ein anstehendes Gespräch nach diesen zehn Stufen durchführen:

  1. Erste Ankündigung: Teile deinem Gegenüber in einem für ihn günstigen Moment mit, dass du dir ein Gespräch wünschst. Mach es ihm dabei so einfach wie möglich, das Gespräch auch selbst zu wollen. Dieser erste Schritt schafft Bereitschaft.
  2. Zweite Ankündigung: Im Nachgang zur mündlichen Ankündigung bzw. Bitte folgt deine unaufdringliche schriftliche Fixierung, ob per Outlook-Termin oder einfacher Email. Dieser zweite Schritt schafft Sicherheit.
  3. Haltung: Werde dir bewusst, mit welcher inneren Einstellung du das Gespräch führst, u. a. Augenhöhe und   Partnerschaftlichkeit.
  4. Raum: Gestalte den Raum so, dass er einladen und angstfrei erscheint. Denke dabei an Helligkeit, Temperatur, Sitzgelegenheiten und -positionen, vlt auch an ein Getränk ...
  5. Begrüßung mit Smalltalk: Überfalle deinen Gast nicht, sondern fühle dich ein und wähle ein unverfängliches "Ankomm-Thema". Übertreib es nicht, vergiss es aber auch nicht. Ein einziger Satz ist wahrscheinlich zu wenig, zehn Minuten wahrscheinlich zu viel.
  6. Einstieg: Treffe den Ton für das Gespräch. Vielleicht das Ziel, vielleicht der Rahmen, vielleicht ein Teaser. Leite so ein, dass ihr gut hineinkommt.
  7. Hauptteil: Stelle sicher, dass du nichts Wesentliches vergisst. Bring deine zentrale Aussagen und bau deine Botschaften sinnvoll auf. Sei prägnant und präzise und achte dabei auf Kommunikationsgrundlagen.
  8. Schluss: Verlass den Raum erst dann, wenn dein Gegenüber und du ein gutes Ergebnis erreicht haben. Wenn klar ist, wer was bis wann macht. Die SMART-Regel kann dir dabei helfen. Stell sicher, dass ihr dran bleibt.
  9. Evaluation: Wenn dein Gegenüber gegangen ist, frag dich, was gut gelaufen ist, was vlt gefehlt hat und was gestört haben könnte. Feiere die Erfolge und mach dir deine Entwicklungspotenziale bewusst. Denn nach dem Gespräch ist vor dem Gespräch.
  10. Follow-Up: Bleib dran. Sollte dein Gegenüber eine Vereinbarung nicht einhalten, hake nach. Nicht nächste Woche und auch nicht morgen, sondern noch heute. Das bist du dir wert und ihm und der Sache.