Konflikte erkennen


Alle vier Artikel zum Thema "Konflikte erkennen" an einem Ort (siehe unten und Links zu den Artikeln):

  1. Was ist ein Konflikt?
  2. Woran erkenne ich Konflikte?
  3. Wie eskalieren Konflikte?
  4. Was unterscheiden Bedürfnisse von Strategien?


Was ist ein Konflikt?

Von Natur aus gibt es keine Konflikte. Nur Konfliktangebote. Es liegt allein an dir und deinen Erwartungen und Bewertungen, wie viele Konfliktangebote zu Konflikten werden.

Du triffst jemanden. Er ist anders. Das ist ein Unterschied. DieserUnterschied ist das Konfliktangebot. Du hast die Wahl: Betrachte den Unterschied und erlebe ein Konfliktangebot. Bewerte den Unterschied (nachteilig / negativ), und du erzeugst einen Konflikt. Ja, es ist tatsächlich so einfach. Für 100% deiner Konflikte bist du zu 100% verantwortlich ...



Woran erkennst du Konflikte?

Es gibt sechs Arten von Konfliktmerkmalen, drei innere und drei äußere. Je früher du sie wahrnimmst, desto größer deine Handlungsspielräume, aufkommenden Konflikten etwas entgegenzusetzen.

  • Interne Merkmale: Körper (Atmung, Puls, Muskulatur), Geist (Interpretationen, Bewertungen, Urteile, ...) und Seele (Gefühle wie Wut, Angst, Trauer, ...)
  • Externe Merkmale: Verbal (Worte: Präzision, Prägnanz, Reizpotenziale, ...), paraverbal (Stimme: Tempo, Lautstärke, Modulation, ...), nonverbal (Mimik und Gestik)


Wie eskalieren Konflikte?

Nach der Theorie von Friedrich Glasl eskalieren Konflikte in 9 Stufen. Was als leichte Verstimmung beginnt, endet am Ende "gemeinsam in den Abgrund". Wer die Eskalationsstufen ignoriert, riskiert gravierende Verschlimmerungen. Im schlimmsten Fall droht eine dauerhafte Verhärtung.



Was unterscheiden Bedürfnisse von Strategien?

Bedürfnisse sind unsichtbare, unaustauschbare Motive im Innen, Strategien sind sichtbare, meist austauschbare Taten im Außen. Das Bedürfnis ist somit der Zweck, die Strategie lediglich das Mittel zum Zweck. Bedürfnisse sind immer "gut", Strategien häufig äußerst zweifelhaft (zumindest für andere).

Erkenne das (wahre) Bedürfnis deines Gegenübers als die oft verborgene "positive Absicht" bzw. den "guten Grund" hinter seinem fragwürdigen Verhalten (Strategie) und entwickle so ein Verständnis für ihn, ohne der Tat zustimmen zu müssen. 

> Bedürfnisse vs. Strategien (Theorie > Kompetenzfelder > Haltung)