Verletzlichkeit eingestehen: Mal eben kurz leiden können ...

Haderst und jammerst und klagst du noch oder kannst du schon (temporäre) Frustrationskompetenz?



Stelle widerstandslos fest, dass dich gerade etwas trifft. Ja, es tut gerade weh, so what!? Du kannst Frustrationskompetenz, du bist kein kleines Kind mehr ...


Haruki Murakami unterscheidet zwischen Schmerzen und Leiden. Schmerzen ist das, was ist. Das Aua. Die nicht zu leugnende körperliche Empfindung. Dein Arm ist ab. Das tut weh. Du hast sein Stunden nichts getrunken. Nicht angenehm. Du warst fast die ganze Nacht wach. An niemandem geht das spurlos vorbei.

Ob du aber haderst und jammerst und klagst, das liegt allein (!) an deiner Haltung, deiner Einstellung. Entscheide, ob du nur wahrnimmst, dass es weh tut oder ob du dieser Beeinträchtigung zusätzliche Aufmerksamkeit gibst - quasi über den Schmerz hinaus.

Drei weniger krasse Beispiele: Dein Kollege grüßt dich nicht zurück. Deine Chefin gibt dir kein (konstruktives) Feedback. Dein Kunde schreit dich an. All das ist sicher nicht lustig, aber ist es deshalb wirklich schlimm, wirklich schmerzhaft?

Nein, du hast immer eine Wahl, den vorübergehenden Schmerz bloß wahrzunehmen, ihn einfach nur zu akzeptieren, ihn auszuhalten. Du kannst Schmerz. Du musst nur wollen. Du musst dich nur daran erinnern, dass du eine erwachsene Person bist, die vorübergehend etwas Unangenehmes aushalten kann, statt es wie ein kleines Kind reflexhaft loswerden zu wollen.

Sag ja zum Schmerz und Nein zum Leiden. Denn "Schmerzen sind unvermeidlich, Leiden ist eine Option" (Haruki Murakami).