Es gibt günstigen Ärger. Und ungünstigen.

Bist du noch ein scheues Reh bzw. ein aufbrausender Gorilla oder stehst du schon zwischen beiden?


Du hast die Wahl, wer du sein willst:

  1. Scheues Reh (links auf dem Kontinuum): Du schweigst. Du versteckst dich. Du überlässt anderen die Bühne. Meist aus Angst: VorAuseinandersetzung, Ablehnung oder sogar Ausgrenzung und Einsamkeit. Deine innere Haltung: Unterwerfung.
  2. Aufbrausender Gorilla (rechts auf dem Kontinuum): Du brüllst. Du erdrückst. Du nimmst anderen den Raum. Meist aus der Überzeugung, im Recht und dadurch überlegen zu sein. Deine innere Haltung: Durchsetzung.
  3. Der selbstliebende Mensch (in der Mitte des Kontinuums): Du begegnest deinem Umfeld auf Augenhöhe. Gelassen, souverän und angstfrei. Deine innere Haltung: Selbstbehauptung. Basierend auf einer Mischung aus Selbstfürsorge (für dich) und Fürsorge (für den anderen).

Wenn du im scheuen Reh bist, ärgerst du dich ungünstig, weil du dich selbst nicht ernst nimmst. Wenn du im aufbrausenden Gorilla bist, ärgerst du dich auch ungünstig (zumindest immer mal wieder), wenn du im Nachhinein dein hartest Auftreten bedauerst (manchmal auch mit Schuld und Scham).

Wenn du jedoch in deinem selbstbehauptenden Ich bleibst, dann ärgerst du dich günstig. Dein Ärger hat die Aufgabe, dich zu unterstützen, dich nicht als scheues Reh zu verstecken. Und du kanalisierst den Ärger auf eine konstruktive, zielführende und wertschätzende Art. Mit anderen Worten: Du kontrollierst und nutzt deinen Ärger (als eine Art Kraftquelle), statt ihm ausgeliefert zu sein. Ärger als Ressource, nicht als Unfall.

Fazit:

  • Günstiger Ärger: Ärger als Ressource, als notwendige Kraftquelle zur Überwindung von externen Widerständen
  • Ungünstiger Ärger: Ärger als Unfall, als Energie- und Zeitverschwendung