6. Ärger = Grund-Entscheidung

Beobachtung | Erwartungen | Videokamera


Je weniger Erwartungen du hast, desto weniger Abhängigkeiten von anderen, und je weniger Abhängigkeiten, desto weniger Enttäuschungsrisiken. Mit anderen Worten: Keine Erwartungen = keine Enttäuschungen.

Das eine Extrem: Du erwartest ganz viel und bist ständig entäuscht. Das andere Extrem: Du erwartest gar nichts (mehr) und genießt kompletten Frieden, wobei du dann wahrscheinlich zum willenlosen Spielball der anderen wirst.

Daher der goldene Mittelweg. Das Motto lautet: So wenig Erwartungen wie möglich, so viele wie nötig. Die nötigen sind deine Kernbedürfnisse, z. B. ... (Frieden, Sicherheit, Freiheit ...?). Jene Bedürfnisse auf die ganz ohne Eitelkeit einfach nicht verzichten wirst. Deine roten Linien ...

Im Umgang mit den zahlreichen Erwartungen hast du im Grunde drei Optionen:

  1. Loslassen: Auf Bedürfnisse verzichten > Ärger weg
  2. Beeinflussen: Auf Ggü. einwirken > Ärger weg
  3. Erfolglos festhalten > Ärger behalten

Wenn du dich für die "ungünstige" Variante 3 entschieden hast, hast du vier Möglichkeiten, mit der Tristesse umzugehen:

  1. Akzeptieren: Es ist, wie es ist. Es ist okay 
  2. Tolerieren: Falls du nicht akzeptieren kannst, leide halt im Stillen, aber kämpfe nicht dagegen an. Es ist schade, wie es ist, aber du hältst es (gerade noch) aus.
  3. Exilieren: Falls du es nicht (mehr) tolerieren kannst, schick den anderen in die Wüste. Es reicht. Der andere muss gehen.
  4. Verdünnisieren: Falls sich der andere nicht exilieren lässt, geh selbst. Das Leben ist zu kurz für wiederkehrenden Ärger.