Notfallstrategie-Nr. 1: WEGORIENTIEREN

Notfallstrategie-Nr. 1: WEGORIENTIEREN

Du bist dann mal woanders - für immer! Du hast einfach keine Lust, das Verhalten deines Kollegen Stefan auszuhalten. Du hast aber auch keine Lust aufzubegehren und etwas zu sagen. Du hast Lust auf ein Leben ohne diese Kommunikationsweisen. Du wünschst dir Ruhe und Frieden. Und ohne weiter nachzudenken, ob es schlauere Lösungen geben könnte, entscheidest du dich zu gehen. Und zwar für immer. Niemand zwingt dich, an einem Ort zu bleiben, an dem du hohe (emotionale) Kosten zahlst, weil andere Menschen sich kommunikativ danebenbenehmen.

Notfallstrategie-Nr. 2: WEGPAUSIEREN

Notfallstrategie-Nr. 2: WEGPAUSIEREN

Gönn dir heute eine Auszeit - für heute! Entscheide dich für die kleine Schwester von Wegorientieren, das Wegpausieren, wenn du nicht für immer gehen möchtest. Dann gönnst du dir einfach eine Auszeit. Eine kleine SMS, ein kurzer Anruf, eine offizielle Krankschreibung – dir fällt bestimmt etwas ein, um deine vorübergehende Abwesenheit zu begründen. Vielleicht bleibst du ja auch mal ganz ohne Info weg.

Notfallstrategie-Nr. 3: WEGVISUALISIEREN

Notfallstrategie-Nr. 3: WEGVISUALISIEREN

Du musst dir diesen ganzen Scheiß nicht antun! Schau da hin, wo Freude ist. Oder zumindest Neutralität. Der, dessen Blick dir weh tut, der überlebt auch dann, wenn er keine Aufmerksamkeit von dir bekommt.

Notfallstrategie-Nr. 4: WEGRATIONALISIEREN

Notfallstrategie-Nr. 4: WEGRATIONALISIEREN

Hol die Scheuklappen raus! Erlaube dir eine für dich günstige Umdeutung. Was auch immer dein Gegenüber Doofes tut - es hat nichts mit dir zu tun. Vielleicht hat er schlecht geschlafen, vielleicht mit seiner Frau gestritten, vielleicht hat er Angst vor einer anstehenden Aufgabe und sucht Trost und Inspiration im grauen Wetter. Finde eine plausible Erklärung, die dich stabilisiert.

Notfallstrategie-Nr. 5: WEGNIHILIEREN

Notfallstrategie-Nr. 5: WEGNIHILIEREN

Auch mal verzichten können! Da wird mir schon kein Zacken aus der Krone fallen, wenn ich vorübergehend (!) auf etwas verzichte, was mir "eigentlich" sehr wichtig ist.

Notfallstrategie-Nr. 6: WEGIRRITIEREN

Notfallstrategie-Nr. 6: WEGIRRITIEREN

Die Angreifer ist Leere laufen lassen! Du signalisierst dem Kollegen, dass du für seine Attacken nicht zur Verfügung stehst, indem du sie ins Leere laufen lässt. Es geht dabei nicht um Aufklärung, sondern um Verwirrung. Zünde Nebelkerzen. Und genieße die Enttäuschung im Gesicht deines Gegenübers, wenn er feststellen muss, dass er dich nicht getroffen hat.

Notfallstrategie-Nr. 7: WEGAKZEPTIEREN

Notfallstrategie-Nr. 7: WEGAKZEPTIEREN

Du stellst fest, dass du das Auftreten des Anderen zwar nicht wertschätzt, aber dass du es ganz gut aushalten kannst. Es ist, wie es ist. Du hast keine Lust auf Wegirritieren, weil dir das zu heikel ist und du glaubst, dass du nicht schlagfertig genug bist? Dann entscheide dich für das Wegakzeptieren.

Notfallstrategie-Nr. 9: WEGEXILIEREN

Notfallstrategie-Nr. 9: WEGEXILIEREN

Da ist die Tür, Kollege! Du hast keine Lust auf Wegtolerieren, weil du das auf Dauer nicht aushältst und dich ohnehin schon zu lange unterworfen hast? Dann entscheide dich für das Wegexilieren.

Notfallstrategie-Nr. 10: WEGVERDÜNNISIEREN

Notfallstrategie-Nr. 10: WEGVERDÜNNISIEREN

Keine Chance? Dann nix wie weg! Du hast keine Lust auf Wegexilieren, weil du das deinem Gegenüber nicht antun willst? Oder weil du es vergeblich probiert hast und der andere noch immer da ist? Dann entscheide dich für Wegverdünnisieren.