Feedback-Erfolgsfaktor 3/15: Konkret statt vage

Feedback-Erfolgsfaktor 3/15: Konkret statt vage

Erkenne an, dass die meisten Menschen in der Kommunikation Klarheit und Transparenz bevorzugen und missverständliche Andeutungen ablehnen. Formuliere daher konkret.

Sei so konkret wie du nur kannst. Denn je konkreter du etwas sagst, desto weniger Missverständnisse können entstehen. Dein Feedback könnte also folgendermaßen lauten:

Wir haben wie vereinbart um 10 Uhr angefangen. Bitte sei beim nächsten Mal pünktlich.

Unvorsichtig und leichtsinnig dagegen wären bloße Andeutungen oder rätselhafte Aussagen wie zum Beispiel:

Es ist 10:15 Uhr.

Dein Gegenüber ahnt wahrscheinlich, dass du mit ihm nicht über die Position der Uhrzeiger sprechen willst. Wenn du Glück hast, versteht er dich trotz deiner Unklarheit und geht sachlich auf deine Kritik ein. Wenn du Pech hast, geht er unsachlich auf deine Kritik ein, weil er sich über das Versteckspiel ärgert – er könnte sich vorgeführt vorkommen. Oder er hört die wahre Botschaft nicht, blickt nur auf die Uhr und erwidert: »Stimmt«. Er könnte dich auch auflaufen lassen, weil er zum Beispiel das Anti-Ärger-Buch gelesen hat und im Kapitel Schlagfertig kontern (7.3) weiter unten die Strategie »Bestätigen« gelernt hat. Denn wenn dir dein Gegenüber dieses »Stimmt!«, mit einem Lächeln im Gesicht und mit Liebe in der Stimme
entgegen haucht, dann weißt du, dass es gerade nicht sehr gut aussieht für dich. Die folgende Tabelle nennt dir abschließend drei Beispiele für ungünstige Ungenauigkeiten.