Feedback (3/3): Schlagfertig Kontern (25 Strategien)

Feedback (3/3): Schlagfertig Kontern (25 Strategien)

Wenn dein Gegenüber an einer konstruktiven und wertschätzenden Auseinandersetzung scheinbar nicht interessiert ist, sondern dich offensichtlich verunsichern will, dann findest du in diesem Kapitel gute Reaktionsstrategien. Es geht jetzt nicht mehr um wohlwollendes Aufklären, es geht jetzt um klare Kante. Klare Kante, indem du dich entziehst. Reagiere zunächst so schlagfertig, wie du kannst. Vielleicht hältst du dich für weniger schlagfertige als andere. Dafür gibt es auch gute Gründe: Andere haben möglicherweise andere genetische Voraussetzungen mitbekommen und sie wurden anders sozialisiert. Doch Schlagfertigkeit ist keine Nanotechnologie und erst recht kein Hexenwerk. Mit ein paar Grundlagen machst du schnell Fortschritte – und zwar ausreichende. Du wirst nach diesem Kapitel feststellen, wie einfach Schlagfertigkeit ist und dass du die eine oder andere der insgesamt fünfundzwanzig Strategien unmittelbar anwenden kannst. Es könnte sogar so weit gehen, dass du dich auf den nächsten Angriff deines Gegenübers freust, um dein neues Know-how zu
testen.

Schauen wir uns aber zunächst die Definition und das Prinzip von Schlagfertigkeit an. Wikipedia definiert sie so: »Als Schlagfertigkeit bezeichnet man eine schnelle, treffende, zumeist witzige Reaktion auf sprachliche Angriffe.«
Du findest dort auch zwei lässige Beispiele: Bei einer von Churchills Reden im Unterhaus soll eine oppositionelle Hinterbänklerin gerufen haben:

»Wenn ich mit dem Mann verheiratet wäre, würde ich ihm Arsen in den Kaffee geben.« Darauf Churchill: »Und wenn ich mit der Dame verheiratet wäre, würde ich ihn trinken.« Und das zweite Beispiel: Als Eduard VIII. ein unüberhörbarer Leibwind entweicht, zischt die hinter ihm gehende Herzogin: »Das ist mir ja noch nie passiert.« Darauf Eduard erstaunt: »Wirklich? Ich hätte wetten können, dass der von mir war.«

Die beiden Beispiele deuten an, was erfolgreiche Schlagfertigkeit ausmacht:

 



Zeitnah

Wenn du dein Gegenüber auf Abstand halten, ihm Grenzen setzen oder Paroli bieten willst, dann tue es schnell. So schnell wie du kannst, ohne gestresst zu wirken. Wer zu lange überlegt, kommuniziert Unterlegenheit. Zumindest kann das so wirken. Ähnlich dem Grundsatz »Schweigen ist Zustimmung«.

Humorvoll-distanziert

Lass dein Gegenüber spüren, dass du über den Dingen stehst. Egal, was du von dir gibst, es ist ein Spiel, und du schaust von außen darauf. Du wirkst souverän, indem du aus einer sicheren Distanz heraus die Dinge nicht (allzu) ernst nimmst. Der andere will dich mit verbalen Pfeilen treffen, aber du bist keine Zielscheibe, weil du ausweichst oder die Pfeile abprallen lässt. Humor und Witz eignen sich hervorragend hierfür.

VPN-Kongruenz

Kommuniziere kongruent auf allen drei Ebenen. Das heißt: Deine Worte (verbal) und deine Stimme (paraverbal) und deine Körpersprache (nonverbal) drücken dasselbe aus. Wenn du etwas Lustiges sagst, sag es mit einer heiteren Stimme und mit einem Lächeln im Gesicht. Wenn dein Gegenüber diesen harmonischen Dreiklang wahrnimmt, wird er merken, dass er bei dir an der falschen Stelle ist. Achte vor allem auf deine Körpersprache.


Jeder Schuss von dir vergeblich. Dort wo er hinsoll, triffst du eh nicht.

Elif: Du kannst mir nichts

Dein Ego verletzt,
Jetzt schießt du zurück.
Aus Liebe wird Angst und darum wirst du verrückt.
Ein Kind Mitte 20 hat seinen Willen nicht bekommen,
Was willst du von mir hör'n?
Von mir aus hast du gewonnen.
Es war zu früh dich einen Freund zu nennen
Hör auf mich zu duzen,
Ich lern dich grade erst kennen.
Nein, du kannst mir nichts
Jeder Schuß von dir vergeblich,
Dort wo er hinsoll triffst du eh nicht.
Nein, du kannst mir nichts
Jeder Schuß von dir vergeblich,
Dort wo er hin soll triffst du eh nicht.
Zwischen du t die schönste und du wirst nie glücklich sein,
Liegen eigentlich Welten,
Doch bei uns wars nunmal nein.
Für dich gibt es nur ja oder ja,
Kann dein Gefühl nicht erwidern,
Da ist einfach nichts da.
Und du teilst es aus,
Kontrolle verlor'n.…