Sachlich Aufklären - die konstruktive Strategie

Sachlich Aufklären - die konstruktive Strategie

Das "Sachliche Aufklären" als erste Feedback-Strategie. Zudem die 15 Erfolgsfaktoren im tabellarischen Überblick. Dein Gegenüber scheint offen für Feedback. Ihr begegnet euch wohlwollend und auf Augenhöhe. Gute Voraussetzungen für das sachliche Aufklären. Du trittst also ungeschminkt auf und sagst offen und ehrlich, worum es dir geht. Doch du hast in den letzten Newslettern erfahren: Feedback geben ist stets ein Risiko. Wenn du dich unbedacht zu schnell äußerst, verschlimmerst du die Situation. Vermeide daher vor allem eines: reflexhaften Widerstand beim anderen. Es kann auf einzelne Worte ankommen, ob dir dein Gegenüber gewogen bleibt oder sich schlagartig verschließt. Worauf kannst du achten?

Feedback-Erfolgsfaktor 1/15: Ich-Botschaft

Feedback-Erfolgsfaktor 1/15: Ich-Botschaft

Erkenne an, dass Menschen sich selten freuen, wenn andere über sie (negativ) sprechen. Verzichte daher prinzipiell auf Du-Botschaften. Sprich von dir und beginne deine Sätze mit »Ich«. Auch wenn es dir vielleicht anders beigebracht wurde: Stell beim Feedback bewusst dich und deine Beobachtungen, Bedürfnisse und Emotionen in den Vordergrund. Dadurch ziehst du das Scheinwerferlicht auf dich und stellst dein Gegenüber nicht an den Pranger. Sprich durchaus auch vom Verhalten des anderen, wenn es für deine Rückmeldung erforderlich ist, aber beginne deine Sätze nicht mit »Du«.

Feedback-Erfolgsfaktor 3/15: Konkret

Feedback-Erfolgsfaktor 3/15: Konkret

Erkenne an, dass die meisten Menschen in der Kommunikation Klarheit und Transparenz bevorzugen und missverständliche Andeutungen ablehnen. Formuliere daher konkret. Sei so konkret wie du nur kannst. Denn je konkreter du etwas sagst, desto weniger Missverständnisse können entstehen. Dein Feedback könnte also folgendermaßen lauten:

Feedback-Erfolgsfaktor 4/15: Soll

Feedback-Erfolgsfaktor 4/15: Soll

Erkenne an, dass die meisten Menschen sich eher für etwas Neues erwärmen, wenn sie das attraktive Neue betrachten als das unattraktive Alte. Fokussiere deshalb das Soll als erwünschte Zukunft und nicht das Ist als unerwünschte Gegenwart. Lenke die Aufmerksamkeit vom gegenwärtigen Problem (Ist) zur erwünschten Zukunft (Soll) und formuliere hierbei eine attraktive Zielvorstellung. Jeder Mensch will sich entwickeln, so eine Grundannahme. Ein Hin-zu hat für die meisten daher deutlich mehr Charme als ein Weg-von. Warum? Weil die Abwendung von etwas zugleich das Problem benennt und dabei oft Schuld und Scham generiert. Die Konzentration auf einen Sollzustand verleiht hingegen eine gewisse Aufbruchstimmung: Yes we can! Dein lösungs- beziehungsweise zielorientiertes Feedback könnte folgendermaßen lauten:

Feedback-Erfolgsfaktor 5/15: Positiv

Feedback-Erfolgsfaktor 5/15: Positiv

Erkenne an, dass die meisten Menschen weitaus kooperativer sind, wenn wir sie zu einem erwünschten Verhalten bewegen wollen als von einem unerwünschten Verhalten abbringen. Wähle stets die positive Formulierung. Wenn du das Soll als erwünschte Zukunft formulierst, dann formuliere dieses Ziel positiv. Beschreibe also, was du dir in der Zukunft wünschst und nicht das, was du dir in der Zukunft nicht wünschst. Wir gehen also noch einen Schritt weiter. Wenn es dir gelungen ist, das Soll zu betonen (Schritt 1), dann formuliere es positiv, nicht negativ (Schritt 2). Was heißt das konkret? Verzichte einfach auf das kleine, aber doch sehr wirksame Wörtchen »nicht«. Denn dann hört dein Gegenüber deinen Wunsch direkt – er muss ihn sich nicht erst übersetzen. Dein Feedback mit Hinwendung zum Positiven könnte folgendermaßen lauten: