Feedback-Erfolgsfaktor 8/15: Beobachtung


Bleibe konsequent auf der Ebene der Beobachtung. Beschränke dich auf das, was wahrnehmbar war, ohne irgendeine Kleinigkeit dazu zu tun. Verzerre nichts und ergänze nichts, denn dann kann der andere dir weder widersprechen noch wird er dich attackieren – denn er kann sich gar nicht angegriffen fühlen. Beispiel für einen Beobachtungssatz: 


"Du bist heute fünfzehn Minuten zu spät."

Fügst du hingegen Interpretationen, Bewertungen und Urteile hinzu, riskierst du Widerspruch oder einen Angriff. Beispiel: 


"Du bist als Einziger schon wieder unpünktlich. Typisch."

Sachlich vielleicht nicht unbedingt falsch, aber mit dieser Formulierung lenkst du die Aufmerksamkeit deines Gegenübers weg von dem was ist – seine fünfzehnminütige Verspätung – und du gehst das Risiko ein, dass er sich schuldig fühlt beziehungsweise sich schämt. Dein Gegenüber empfindet deine Bewertung wahrscheinlich als Kränkungseinladung. Er fühlt sich angeklagt und verspürt Rechtfertigungsdruck.

Die folgende Tabelle nennt dir abschließend drei Beispiele für ungünstige Bewertungen. 



Was nimmst du mit?

Erkenne an, dass die meisten Menschen stark negativ auf Bewertungen reagieren, weil sie sich durch diese attackiert fühlen. Benenne deshalb stets nur Beobachtungen.  


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