Feedback-Erfolgsfaktor 10/15: Prägnanz


Sei so prägnant, wie du kannst. Warum Umwege gehen, wenn es einen direkten Weg gibt? Im richtigen Leben wählst du ja auch nicht freiwillig einen längeren Weg. Verwechsle Sozialverträglichkeit nicht mit Laberei. Sozial verträglich ist es, wenn du einfühlsam und rücksichtsvoll sprichst. Zur Laberei werden deine Worte, wenn du aus Angst oder fehlender Klarheit viel redest, aber inhaltlich wenig sagst. Auch im Feedback gilt die Formel: so viel wie nötig – so wenig wie möglich. Prägnant äußerst du dich zum Beispiel so: 


"Das Meeting hat um 10 Uhr angefangen. Du erscheinst erst jetzt, um 10:15 Uhr."

Wenn du stattdessen viele Worte verlierst – und damit zugleich Zeit – hört es sich womöglich so an: 


"Weißt du, bezogen auf unsere Besprechungen ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass du es manchmal, wenn auch nicht immer, in Hinblick auf den Beginn unserer Treffen wohl oft nicht so genau nimmst, sodass es vorkommt, dass wir hier schon eine Weile sitzen, so wie heute, und du dann erst ein wenig später eintriffst manchmal, was ja eigentlich nicht so schlimm wäre, nur haben wir öfter etwas Wichtiges schon besprochen und ich finde, du könntest vielleicht, also ich mein ja nur …."

Wenn du dein Gegenüber derart zutextet, wird dieser ziemlich sicher abschalten. Und das wäre noch glimpflich. Wahrscheinlich wird er sich sogar aufregen angesichts deiner Rumdruckserei.

Die folgende Tabelle nennt dir abschließend drei Beispiele für ungünstige Wiederholungen.  




Was nimmst du mit?

Erkenne an, dass auch deine Mitmenschen im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung leben und dankbar sind für wenig Daten. Formuliere deshalb prägnant, kompakt und pointiert.  


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