Feedback-Erfolgsfaktor 11/15: Verhalten


Benenne lediglich das unerwünschte Verhalten deines Gegenübers. Gib ihm die Sicherheit, dass du ihn als Person respektierst, seine aktuelle Unpünktlichkeit jedoch ablehnst. Warum ist diese Unterscheidung so wichtig? Weil du dem anderen damit signalisierst, dass du dir lediglich die Änderung eines einzelnen Verhaltens wünschst, nicht jedoch die Veränderung seiner gesamten Persönlichkeit. Was wohl auch kaum möglich sein dürfte. Wenn du dich also nur auf ein bestimmtes Verhalten beziehst, könntest du sagen:  


"Du bist heute unpünktlich."

Wenn du hingegen die Person als solche in den Mittelpunkt deiner Kritik rückst, würdest du wahrscheinlich so etwas sagen wie:  


Du bist ein Zuspätkommer.

Wenn du den anderen auf diese oder ähnliche Weise abstempelst, fühlt er sich ziemlich sicher auf eine Schwäche reduziert, statt in seiner Komplexität wahrgenommen. Und wahrscheinlich nimmst du ihm damit zugleich die Motivation, sein Verhalten zu überdenken und womöglich zu ändern.

Die folgende Tabelle nennt dir abschließend drei Beispiele für ungünstige »Du-bist«-Zuschreibungen. 



Was nimmst du mit?

Erkenne an, dass Menschen viel eher bereit sind, sich über ihr leicht veränderbares Verhalten zu unterhalten als über ihre eher stabilen Wesenszüge. Benenne daher stets das einzelne Verhalten.  


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