Feedback-Erfolgsfaktor 12/15: Auslöser


Betrachte das Verhalten deines Gegenübers als Auslöser deines Ärgers, nicht als Ursache. Belasse also die Verantwortung für alle (emotionalen) Kosten bei dir – wo sie auch hingehören. Dein Feedback könnte dann folgendermaßen lauten: 


"Ich ärgere mich, wenn du unpünktlich bist."

Willst du dagegen im anderen die Ursache für deinen Ärger sehen, formulierst du dein Feedback womöglich so: 


"Wegen deiner Verspätung bin ich jetzt sauer."

Sachlich klingt das zwar ganz richtig, aber nur auf den ersten Blick. Du hast zwar recht, es gibt einen Zusammenhang. Denn weil dein Kollege verspätet erscheint, reagierst du mit Ärger. Aber: Deine Bewertung der Situation ist die Ursache deines Ärgers – nicht das Verhalten des Kollegen. Wenn du dein Gegenüber für deinen Ärger verantwortlich machst, gehst du gleich zwei Risiken ein. Der andere lässt dich eiskalt abblitzen, denn er fühlt sich – zu Recht – nicht verantwortlich für deinen Ärger. Oder er startet einen Gegenangriff, und die Situation eskaliert. Die folgende Tabelle nennt dir abschließend drei Beispiele für ungünstige Verantwortungsverweigerung. 



Was nimmst du mit?

Erkenne an, dass die meisten Menschen keine Verantwortung für etwas übernehmen wollen, für das sie nicht verantwortlich sind. Betrachte das Verhalten des anderen deshalb immer nur als Auslöser, nie als Ursache deines emotionalen Aufwands. 


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