Feedback-Erfolgsfaktor 14/15: Kongruenz


Kommuniziere kongruent. Stelle sicher, dass deine Worte, Stimme und Körpersprache zueinander passen. Oder sich zumindest nicht widersprechen. Und: Glaube nicht zu sehr an die Kraft von Lügen. Denn deine Stimme und Körpersprache verraten dich wahrscheinlich früher oder später. Kläre erst innerlich, ob du zu dem stehst, was du gleich sagen wirst. Entsprechend könnte dein kongruentes Feedback lauten: 


"Ich bin sauer, dass du heute fünfzehn Minuten zu spät kommst." (Mit deutlicher Anspannung in Stimme und Gesicht.)

Wenn sich dagegen deine verbalen, paraverbalen und nonverbalen Aussagen widersprechen, könnte sich das etwa so anhören: 


"Ich bin sauer, dass du heute fünfzehn Minuten zu spät kommst." (Mit einem Lächeln und in neutral-freundlicher Stimmlage.

Vermittelst du deinem Gegenüber derart widersprüchliche Botschaften, sind (weitere) Missverständnisse absehbar. Denn der andere wird verwirrt sein und sich womöglich sogar veräppelt fühlen. Falls du jetzt kritisch einwirfst, sauer sei doch eine Reizformulierung, dann hast du recht und zugleich unrecht. Ja, für manche Menschen ist der Begriff sauer sicher eine Reizformulierung. Und zugleich auch nein, denn für manche ist der Begriff lediglich ein Synonym für wütend und als solches eine dankbare Beschreibung dessen, was ist: »Danke, dass du so ehrlich aussprichst, was ich bei dir ausgelöst habe. So kann ich dir vertrauen!« Wir sehen erneut, wie komplex Feedback ist. Und wie viel Feedback mit Risikoabschätzung zu tun hat. Und mit Toastern. Aber dazu unten mehr. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die drei Kommunikationsebenen.  



Was nimmst du mit?

Erkenne an, dass Menschen dich (richtig) verstehen und dir viel eher folgen können, wenn deine Äußerungen auf allen drei Ebenen dasselbe mitteilen. Kommuniziere daher kongruent. 


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