Unterscheide Basisemotionen und Mischemotionen und Pseudoemotionen.

Glaubst du noch, etwas zu fühlen oder fühlst du es schon?

Basisemotionen sind Einzelgefühle, die unverfälscht und rein für sich zu stehen. Zum Beispiel Wut oder Angst oder Trauer (siehe auch Bild).

Mischemotionen sind zusammengesetzte Gefühle, bei denen nicht immer klar ist, welche Basisemotionen sie enthalten. Zum Beispiel Ungeduld, Resignation oder Neid. Da können viele Basisemotionen stehen oder weniger. Daher sprich, wenn möglich, immer die Basisemotionen an, damit dein Gegenüber nicht rätseln bzw. dekodieren muss und dadurch Missverständnisse seltener werden.

Pseudoemotionen wiederum sind gar keine Gefühle, sondern sie wirken nur wie welche. Wenn du sagst "Ich fühle mich ausgegrenzt", dann ist das kein Gefühl, sondern ein Gedanke. Du denkst, jemand würde dich ausgrenzen. Du kannst dir auf die Schliche kommen und herausfinden, welches Gefühl darunter liegt, indem du dich fragst: "Und was fühlst du, wenn du DENKST, dass dich jemand ausgegrenzt"?

Insofern können wir von einer dreistufigen Wertigkeit ausgehen: Es ist i.d.R. informativer und damit eher konfliktvorbeugend von Basisemotionen als von Mischemotionen zu sprechen und Pseudoemotionen ganz zu lassen, zumal diese oft einen Vorwurf implizieren ("Du bist schuld, weil du hast mich ausgegrenzt." Ob das gemeint ist oder nur gehört wird, ist letzlich egal, es steigert das Konfliktrisiko).



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