1. Die 3W

Die Kunst ist, eine kritische Rückmeldung so zu verpacken, dass sie klar ankommt, aber nicht verletzt. Im Folgenden erhältst du fünf Anregungen, wie du dein Feedback strukturieren kannst.  Weiter unten findest du Screenshots aus einer Präsentation zum Thema (und ganz unten auch die klickbare Präsentation selbst).

  1. Die 3W (weiter unten)
  2. Die 4B
  3. ...

Wenn du nach einer Feedbackformel nach dem Grundsatz »so viel wie nötig, so wenig wie nötig« suchst, empfehlen sich die 3W. In nur drei Schritten teilst du deinem Gegenüber alles mit, was er an Information braucht, um dich zu verstehen: 

  1. Wahrnehmung: Was hast du gesehen oder gehört, was hast du beobachtet? In diesem ersten Schritt nennst du lediglich deine Beobachtung. Du verzichtest komplett auf Interpretationen und Bewertungen.

  2.  Wirkung: Welche Auswirkung hat die geschilderte Beobachtung? Nach der Formel »Weil … passiert ist, habe ich … diesen oder jenen Nachteil« erfährt dein Gegenüber die für dich entstandenen Unannehmlichkeiten. Es geht hier nicht um Schuldzuweisung, sondern um Verantwortung. Weil der andere etwas getan beziehungsweise nicht getan hat, ist dir ein Nachteil entstanden. Es geht um das Aufzeigen von Zusammenhängen. Es geht um Kausalität. 
  3. Wunsch: Welche Veränderung wünschst du dir? Der Nachteil soll verschwinden. Du nennst deinem Gegenüber deine Idee(n), wie die (negative) Wirkung nachlassen oder sogar ausbleiben könnte. Es ist ein Appell. Eine Bitte etwas zu tun oder zu lassen. Ein Blick in die Zukunft. Keine Erwartung. Keine Forderung. Und schon gar kein Befehl. 

Ein Beispiel für diese 3W-Formel

  • Du hast mich gestern um 16:30 Uhr angerufen, obwohl wir für 16 Uhr verabredet waren (= Wahrnehmung).
  • Ich habe eine halbe Stunde auf deinen Anruf gewartet und konnte mich nicht wirklich auf andere Dinge konzentrieren (= Wirkung).
  • Kannst du beim nächsten Mal bitte zur vereinbarten Zeit anrufen (= Wunsch)?